Nagelhautpflege: Was tun bei trockener oder eingerissener Nagelhaut?

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Trockene Nagelhaut lässt die Hände nicht nur ungepflegt aussehen, sie kann mit der Zeit einreißen und sich schlimmstenfalls entzünden und zu Missbildungen am Nagel führen.

Nur, wenn die feine Nagelhaut rund um den Fingernagel herum gesund ist, kann sie ihre wichtige Aufgabe erfüllen und das Nagelbett optimal vor dem Eindringen von Bakterien und Pilzen schützen.

Damit die empfindliche Nagelhaut elastisch und geschmeidig bleibt, solltest du sie, ebenso wie deine Hände und Nägel, regelmäßig pflegen. Was du gegen trockene oder eingerissene Nagelhaut machen kannst, sagen wir dir in diesem Beitrag!

Trockene Nagelhaut: Mögliche Ursachen

Häufiges Händewaschen

Eine übertriebene Handhygiene kann der Grund für trockene Nagelhaut sein. Wenn deine Hände zu oft mit Wasser und Seife in Berührung kommen oder du häufig Desinfektionsmittel verwendest, trocknen nicht nur deine Hände und Nägel, sondern auch die Nagelhaut aus.

Häufiger Kontakt mit Reinigungsmitteln

Aggressive Reinigungsmittel oder Chemikalien entziehen der Nagelhaut Feuchtigkeit und lassen sie trocken werden. Vor allem, wenn du bei Putz- oder Hausarbeiten keine Gummihandschuhe trägst, wirkt sich das auf Dauer negativ auf die Nagelhaut aus.  

Acetonhaltiger Nagellackentferner

Nagellackentferner mit Aceton ist sehr aggressiv und kann die Nagelhaut bei häufiger Verwendung extrem austrocknen.

Trockene Heizungsluft und Kälte

Kalte Luft draußen und trockene Heizungsluft drinnen – das setzt Händen und Nägeln und auch der Nagelhaut im Winter ganz schön zu. Die Folge: Trockene und rissige Nagelhaut.

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Übertreibe nicht mit der Hygiene

Mangelnde oder falsche Maniküre

Wird die Nagelhaut nicht regelmäßig zurückgeschoben, wächst sie am Nagel fest und reißt früher oder später ein.

Bekommt die zarte Haut nicht genug Feuchtigkeit, beispielsweise durch eine Nagelhautcreme oder ein Nagelhautöl, trocknet sie aus und wird fest.

Abzupfen oder abknabbern der Nagelhaut

Gerade in Stresssituationen oder auch aus Langeweile neigen viele dazu, überstehende Hautstückchen oder trockene Nagelhaut abzuzupfen oder abzuknabbern. Dadurch wird sie spröde, kann weiter einreißen und sich durch eintretende Bakterien und Keime entzünden.

Nährstoffmangel

Ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen kann ebenfalls zu trockener oder eingerissener Nagelhaut führen. Vor allem, wenn dem Körper die Vitamine B oder D fehlen oder auch Kalzium oder Eisen.

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Vitamine sind wichtig für den Körper

Trockene Nagelhaut richtig pflegen

Trockene Nagelhaut braucht besonders viel Feuchtigkeit und Fette, um wieder weich und elastisch zu werden. Für die Pflege der Nagelhaut kannst du auf spezielle Hand- und Nagelcremes oder Nagelöle aus der Drogerie zurückgreifen.

Eine tolle und natürliche Alternative zu Ölen oder Cremes aus der Drogerie ist Oliven- oder Kokosöl. Alles, was reichhaltig und fettig ist, ist für trockene Nagelhaut genau richtig!

So wird die Nagelhaut wieder geschmeidig

Massiere ein Öl oder eine Creme deiner Wahl großzügig in die Nagelhaut ein und lasse es gut und lange einwirken. Am besten machst du das vor dem Schlafengehen, so haben die Wirkstoffe viel Zeit, um einzuziehen.

Besonders hilfreich ist es, Hände und Nagelhaut mit einer dicken Schicht Creme einzureiben und das Ganze über Nacht in Baumwollhandschuhen einwirken zu lassen.

Wichtig ist, dass du diese Prozedur täglich wiederholst, gerne ein- bis zweimal am Tag. Das machst du so lange, bis sich die Nagelhaut wieder weich und geschmeidig anfühlt.

Hat sich deine Nagelhaut erholt, solltest du sie weiterhin regelmäßig mit einem Öl oder einer Creme pflegen – etwa ein- bis zweimal wöchentlich.

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Creme vor dem Schlafengehen auftragen

Eingerissene Nagelhaut richtig behandeln

Die Nagelhaut erfüllt eine wichtige Funktion: Sie verhindert das Eindringen von Bakterien, Viren und Keimen in den Fingernagel – vorausgesetzt: die Haut ist gesund, elastisch und geschmeidig.

Eingerissene Nagelhaut kann diesen Schutz nicht mehr bieten. Dadurch kann es zu unangenehmen und schmerzhaften Entzündungen in der Haut kommen.

So behandelst du eingerissene Nagelhaut

  • Wenn die Nagelhaut eingerissen ist, solltest du nicht an ihr herumzupfen oder sie abknabbern. Sie kann sonst weiter einreißen und sich durch Bakterien entzünden.
  • Pflege deine Nagelhaut mit einer fetthaltigen Creme, beispielsweise mit Urea. So hältst du sie geschmeidig und der Riss kann schneller heilen.
  • Trage beim Putzen und bei Arbeiten mit Chemikalien oder Reinigungsmitteln Gummihandschuhe, um Entzündungen vorzubeugen.
  • Vermeide Lufttrockner oder raue Papiertücher auf öffentlichen Toiletten, um ein weiteres Austrocknen und Einreißen der Haut zu verhindern.
  • Ist die Nagelhaut eingerissen, kannst du die Stelle mit einer antibakteriellen Salbe oder Vaseline eincremen, bis sie wieder verheilt ist. Ein Pflaster an der betroffenen Stelle verhindert, dass sie weiter einreißt.
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Schütze deine Hände

Mandel-Teebaumöl-Mischung für eingerissene Nagelhaut

Eingerissene Nagelhaut kannst du mit verschiedenen Hausmitteln behandeln, wie zum Beispiel einer Mandel-Teebaumöl-Mischung. Das beruhigt und pflegt die Nagelhaut und macht sie wieder geschmeidig.

Du benötigst dafür:

  • 2 Tropfen Mandelöl
  • 2 Tropfen Teebaumöl
  • 1 Wattestäbchen

Anwendung:

Träufle jeweils zwei Tropfen Mandel- und zwei Tropfen Teebaumöl auf ein sauberes Wattestäbchen. Massiere die Öle mit dem Wattestäbchen in die eingerissene Haut ein und lasse sie gut einziehen.

Wiederhole diese Prozedur mehrmals täglich, bis die eingerissenen Stellen wieder verheilt sind.

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Teebaumöl

Nagelhaut entfernen – so geht es richtig

  1. Weiche die Nagelhaut zunächst in einem Nagelbad auf. Dazu kannst du lauwarmes Wasser, leicht angewärmtes Olivenöl oder einen speziellen Nagelhautentferner aus der Drogerie verwenden.
  2. Schiebe die Nagelhaut nach dem Aufweichen mit einem Rosenholzstäbchen oder Pferdefüßchen sanft zurück.  
  3. Da die Nagelhaut eine wichtige Schutzfunktion erfüllt, solltest du sie nie vollständig entfernen. Wenn einzelne Hautstückchen abstehen oder die Nagelhaut verhornt ist, kannst du sie mit einer Nagelhautzange vorsichtig abschneiden.
  4. Jetzt braucht deine Haut noch eine große Portion Pflege. Massiere eine dicke Schicht fetthaltige Nagelcreme oder Nagelöl in die Nagelhaut ein und lasse es gut einwirken. Du kannst dazu auch einfach Olivenöl oder Kokosöl verwenden.
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Benutze eine große Portion Nagelcreme

Nagelhautpflege: 6 Helferlein + 2 Hausmittel für eine gepflegte Nagelhaut

Nagelhautschere

Eine Nagelhautschere solltest du nur in den seltensten Fällen verwenden. Die empfindliche Nagelhaut kann dadurch verletzt werden und einreißen.

Wenn einzelne Hautstückchen abstehen oder die Nagelhaut verhornt ist, kannst du sie mit einer Nagelhautschere behutsam entfernen. Schneide die Haut jedoch nie ganz zurück.

Nagelhautzange

Eine Nagelhautzange ist für die Nagelhautentfernung die bessere Wahl. Mit ihr kannst du überschüssige Hautstückchen oder verhornte Nagelhaut vorsichtig entfernen.

Nagelhautschieber

Als Nagelhautschieber eignet sich am besten ein Rosenholzstäbchen oder ein Pferdefüßchen. Die Nagelhaut lässt sich damit besonders schonend zurückschieben.

Durch das regelmäßige Zurückschieben, verhinderst du, dass die Nagelhaut an den Nagel wächst oder einreißt.

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Las das Nagelöl über nacht einwirken

Nagelhautöl

Ein Nagelhautöl findest du in der Drogerie in großer Auswahl. Dieses wird direkt in die Haut rund um den Fingernagel einmassiert und muss ein paar Minuten, besser über Nacht einwirken. Das Öl macht die Haut weich und geschmeidig.

Alternativ kannst du Olivenöl, Kokosöl oder Babyöl für die Nagelhautpflege verwenden.

Nagelhautcreme

Eine Nagelhautcreme versorgt die Haut ebenfalls mit Feuchtigkeit und Fetten. Sie verleiht der Haut Elastizität und macht sie geschmeidig.  Die Creme sollte fetthaltig sein und wird genau wie das Öl in die Nagelhaut einmassiert. Anschließend muss sie gut einwirken.

Nagelhautpflegestift

Eine weitere Möglichkeit für die Nagelhautpflege ist ein Nagelhautpflegestift. Dieser sieht einem Filzstift ähnlich und ist mit einer pflegenden Flüssigkeit getränkt. Die Nagelhaut lässt sich damit besonders leicht behandeln: Einfach mit dem Stift über die Haut fahren und einwirken lassen.

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Buttermilch bewirkt wunder

Hausmittel für die Nagelhautpflege

Für die Nagelhautpflege bieten sich außerdem zahlreiche Hausmittel an. Hier findest du zwei einfache Rezepte für ein DIY-Handbad und -Handpeeling.

Handbad aus Buttermilch und Olivenöl

Ein Handbad mit Buttermilch und Olivenöl macht die Nagelhaut wieder elastisch und geschmeidig.

Vermische dazu etwa einen halben Liter Buttermilch mit Olivenöl und wärme die Mischung leicht an. Bade deine Hände ca. 10 Minuten darin und reibe die Nagelhaut damit ein.

Handpeeling aus Olivenöl und Zucker

Ein selbst gemachtes Handpeeling aus Olivenöl und Zucker eignet sich super, wenn die Nagelhaut rau und verhornt ist.

Verrühre einfach ein paar Esslöffel Olivenöl mit einem Esslöffel Zucker und massiere es behutsam in die Nagelhaut ein. Lasse es kurz einwirken, wasche deine Hände mit lauwarmem Wasser ab und creme sie anschließend ein.

Peeling selber machen
Ein einfaches Handpeeling aus Olivenöl und Zucker

Fazit

Trockene Nagelhaut oder eingerissene Nagelhaut braucht besonders viel Pflege. Schiebe sie regelmäßig zurück und verwöhne sie am besten täglich mit einer fetthaltigen Creme, einem Öl oder einem selbst gemachten Handbad. So wird deine Nagelhaut wieder weich und geschmeidig!

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Irina Kapatschinski Foto

Irina Kapatschinski

Irina Kapatschinski arbeitet seit 2011 als freie Texterin für Mode und Beauty. Im Auftrag für ihre Kunden schreibt sie Texte für verschiedene Online-Magazine, Blogs und Online-Shops. Sie ist eine echte Lebensgenießerin und Optimistin und versucht stets, auf die schönen Dinge im Leben zu schauen. Neben dem Schreiben und Bloggen zählen Tanzen und Zumba-Fitness zu Irinas großen Leidenschaften.

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