Hühneraugen entfernen – Tipps und Hausmittel gegen Hühneraugen

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Hühneraugen: Diese kleinen, lästigen Verhornungen an den Füßen oder Zehen sehen nicht nur unschön aus, manchmal schmerzen sie auch stark. Viele wissen gar nicht wie ein Hühnerauge aussieht und trauen sich erst recht nicht es selbst zu entfernen. Dabei ist das Hühneraugen entfernen oft ganz leicht und ohne großen Aufwand verbunden. Wichtig ist nur, dass ihr sie rechtzeitig erkennt.

Hühnerauge Ursache

Ursachen für Hühneraugen sind vielfältig. In der Medizin werden Hühneraugen clavus genannt und sind lokale Verhornungsstörungen der Haut, die meist die darunter liegenden Schichten schützen sollen. Lokale Vernarbungen führen dann zu schmerzhaften Hornschwielen mit Sporn in der Mitte, dessen Kegelspitze nach Unten zeigt.

Meistens finden sich Hühneraugen an den Füßen, da mechanischer Druck oder Reibung durch falsches und zu enges Schuhwerk entstehen. Das Material drückt an die Hautoberfläche und reibt. Die genauen Stellen sind vielfältig: Unter dem Fuß sitzt es oft nahe des Fußmittelknochens, bei den Zehen meist bei den Gelenken. Auch unter dem Zehennagel können Hühneraugen entstehen.

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Zu enge Schuhe können eine Ursache für Hühneraugen sein

Besonders Menschen mit orthopädischen Veränderungen am Fuß wie Arthrose, Speiz- oder Senkfuß sollten auf gutes Schuhwerk achten, da sie ein erhöhtes Risiko auf Hühneraugen haben.

Wer viel mit den Händen arbeitet und immer die gleiche Bewegung mit ihnen ausführt, kann in seltenen Fällen auch am Finger ein Hühnerauge entwickeln.

Hühnerauge oder Warze

Oft werden Hühneraugen nicht sofort erkannt und als Schwielen oder eine Dornwarze abgetan. Hühneraugen erkennen ist dabei relativ leicht: Eine kreisrunde, gelbliche Verhornung der Haut mit klaren Umrissen deutet mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf ein Hühnerauge hin. Im Gegensatz zu Schwielen können sie außerdem sehr schmerzintensiv sein wenn sie nicht behandelt werden.

Eine Warze mag auf den ersten Blick dem Hühnerauge ähnlich sein, sie entsteht allerdings nicht durch Reibung oder Druck, sondern durch Bakterien. Optisch lassen sich die beiden an dem Sporn/Keil in der Mitte unterscheiden, über den die Warze nicht verfügt.

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Eine Warze wird oft mit Hühneraugen verwechselt

Hühnerauge selbst behandeln oder Arzt

Hühneraugen lassen sich bei einer frühen Erkennung, bzw. noch während der Entstehung, problemlos selbst behandeln. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ob ihr es mit Hausmitteln versucht oder zu Produkten aus der Drogerie/Apotheke greift liegt ganz bei euch.

Fangen die Hühneraugen jedoch an stark zu schmerzen oder bringt die Selbstbehandlung keine Besserung, solltet ihr einen Arzt aufsuchen. Das ist meist der Fall, wenn sich der Dorn bereits ausgebildet hat und auf die Haut drückt. Approbierte können am besten einschätzen, welche Behandlung am Besten geeignet ist und ob Medikamente nötig sind. Eine professionelle Pediküre kann ebenfalls Hühneraugen erkennen und behandeln. Diabetiker sollten bei einem Verdacht auf Hühneraugen immer direkt zum Arzt gehen.

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Bei zu starken Schmerzen unbedingt einen Arzt aufsuchen

Hühnerauge selbst entfernen

Hühneraugen entfernen ist schneller und einfacher, je früher sie erkannt werden. Zur Vorbereitung auf die Behandlung ist ein entspannendes Fußbad unentbehrlich. Die Durchblutung wird gefördert und die Hornhaut wird weich. Dadurch lässt sie sich leichter bearbeiten. Mit einem Bimsstein kann die verhornte Haut nun alle drei Tage abgetragen werden. Schon nach wenigen Wochen sollte eine Verbesserung ersichtlich werden.

Mit einer Tinktur oder einem Hühneraugenstift wird regelmäßig eine Flüssigkeit auf den clavus aufgetragen. Die Haut wird weich und fängt an sich dadurch abzulösen. Mit einer Hornhautfeile nachgeholfen lässt sich vor allem im Anfangsstadium ein Hühnerauge schnell beseitigen. Einen Hühneraugenstift oder die passende Flüssigkeit gibt es in einigen Drogeriemärkten oder der örtlichen Apotheke. Hier könnt ihr euch auch beraten lassen, was besonders gute und schnelle Ergebnisse erzielt.

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Fußbad zur Vorbereitung auf die Behandlung

Um kurzfristig den Schmerz zu lindern können auch Hühneraugenpflaster verwendet werden. Sie entfernen den clavus nicht, lindern aber kurzfristig die Beschwerden, damit ihr den Tag gut übersteht. Es gibt die Pflaster mit, und ohne Salizylsäure und wirken einer der größten Ursachen von Hühneraugen entgegen: Dem Druck.

Die Entlastung des Fußes, bzw. der entsprechenden Stelle ist ein wichtiger Faktor während der Behandlung von Hühneraugen. Auch wenn zu jeder Zeit auf nicht drückendes und keinesfalls reibendes Schuhwerk geachtet werden sollte, ist es während einer Behandlung besonders wichtig passende Schuhe zu tragen. Die verhornte Stelle muss von Druck und Reibung befreit sein um nicht noch weiter zu wachsen und einen Sporn zu entwickeln, der Schmerzen verursacht und eine Selbstbehandlung von Fußpilz nicht mehr ermöglicht.

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Hühneraugenpflaster lindern den Schmerz

Hausmittel gegen Hühnerauge

Wer nicht auf chemisch hergestellte Wirkstoffe zurückgreifen möchte und zunächst immer auf Hausmittel schwört, kann auch bei Hühneraugen mit selbstgemachten Tinkturen viel ausrichten.

Aloe Vera

Ob ihr sie zu Hause als Dekopflanze stehen habt oder ihre Flüssigkeit im Laden kauft: Der Saft der Aloe Vera kann bei Hühneraugen ähnlich wie ein Hühneraugenstift helfen. Massiert die Flüssigkeit regelmäßig darauf ein. Nach einer Woche wird die Verhornung deutlich erweichen und anfangen sich abzulösen.

Essigwasser

Im Verhältnis von 3:1 lässt sich eine Tinktur aus Haushaltsessig und Wasser sehr gut gegen Hühneraugen verwenden. Tränkt dazu einfach mehrmals täglich ein Wattepad mit der Mischung und befestigt es mit einer Mullbinde an der betroffenen Stelle, auch gern über Nacht. Die Hornhaut wird erweichen und sich langsam lösen.

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Aloe Vera hilft gegen Hühneraugen

Klettenkraut

Klettenkraut lässt sich problemlos in jeder Apotheke kaufen oder bestellen. Für eine Hühneraugenbehandlung wird es mit siedendem Wasser für zehn Minuten übergossen. Tränkt dann ein Tuch immer mal wieder mit der Flüssigkeit und tupft es auf das Hühnerauge um die Hornhaut aufzuweichen.

Tinktur aus Arnika

Auch Arnika-Tinktur gibt es in der Apotheke. Mehrmals täglich einfach mit einem Wattebausch auftragen und einwirken lassen. Die Hornhaut wird weicher, löst sich ab und zeigt darunter die sich neu gebildete, glatte Haut.

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Tinktur aus Arnika

Hühneraugen vorbeugen

Eine gute Fußgesundheit fängt bei regelmäßiger Pediküre an und hört beim Tragen von passendem Schuhwerk auf. Ihr könnt viel für eure Füße tun, wenn ihr ihnen ein Mal pro Woche ein wenig Zeit widmet.

Viel zu kleine Schuhe, reibende Materialien und drückende Stellen sind eine Einladung für viele Krankheiten am Fuß. Deshalb empfehlen wir immer passendes Schuhwerk zu tragen und auf atmungsaktive, flache Schuhe umzusteigen.

Wer zu Hornhaut neigt, sollte sich regelmäßig mit seinen Füßen beschäftigen und sie mit einem Bimsstein behandeln. Fußbäder und tägliches Eincremen sind eine Wohltat für Haut und Seele. Das tägliche Waschen und Wechseln der Socken vermindert ebenfalls das Risiko von Hornhautbildung, die letztendlich auch zu Hühneraugen werden kann.

Fußpflege selber machen
Pediküre gegen Hühneraugen

Fazit

Hühneraugen entstehen schneller als Viele denken und haben nur wenig mit mangelnder Hygiene zutun. Eine Verschlimmerung der Verhornung oder Schmerzen lassen sich oft verhindern, wenn ihr die Hühneraugen am Fuß oder den Händen schnell erkennt und dagegen vorgeht. Mit ein paar wenigen Materialien ausgerüstet ist das schnell und einfach gemacht.

Wer sich nicht sicher ist, kann auch jederzeit einen Arzt oder Fußpfleger aufsuchen. Sie geben Gewissheit und können wertvolle Tipps geben.

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Autorin

Franziska Behner Foto

Franziska Behner

Mittzwanziger Journalistin und Texterin aus Düsseldorf mit einer Begeisterung für alles was schön und neu ist. Von selbstgemachtem Peeling bis zum Wimpernserum: Mit viel Neugier wird getestet und getextet. Macht einen beruflichen sowie privaten Spagat zwischen ihren beiden Leidenschaften Beauty und Gaming.

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