Brüchige Nägel – Tipps gegen brüchige Fingernägel und Fußnägel

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Brüchige Nägel an Händen und Füßen wirken ungepflegt und sind ganz schön nervig – ständig bleibt man mit ihnen irgendwo hängen, sie splittern, reißen ein und brechen ab. Für brüchige Fingernägel und Fußnägel kann es viele verschiedene Ursachen geben.

Mit ein paar Tipps und Tricks lässt sich das Problem meistens wieder in den Griff kriegen – manchmal können allerdings auch gesundheitliche Probleme dahinter stecken. Welche Ursachen brüchige Nägel haben können, was du dagegen machen kannst und wann du besser zum Arzt solltest, erfährst du in diesem Beitrag!

Brüchige Nägel – welche Ursachen haben sie?

Brüchige Nägel können viele verschiedene Ursachen haben, die von zu häufigem Kontakt mit Reinigungsmitteln über Nährstoffmangel bis hin zu Stoffwechselerkrankungen oder Hautkrankheiten reichen können.

Grundsätzlich unterscheidet man in der Medizin zwischen zwei Arten von brüchigen Nägeln: Onychoschisis und Onychorrhexis. Für beide Arten kann es jeweils unterschiedliche Ursachen geben.

Onychoschisis: Die Nägel splittern hierbei von der Nagelspitze ausgehend horizontal und schichtweise.

Onychorrhexis: Hierbei splittern die Nägel längsfaserig, also vertikal.

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Brüchige Nägel haben verschiedene Ursachen

Häufige Ursachen für brüchige Fingernägel und Fußnägel

Zu häufiges Händewaschen

Zu viel Wasser sowie häufiger Kontakt mit Seife und Desinfektionsmittel entzieht nicht nur der Haut Feuchtigkeit, sondern auch den Nägeln. Die Folge: Sie trocknen aus und werden brüchig.  

Reinigungsmittel

Durch zu häufigen Kontakt mit Reinigungsmitteln, zum Beispiel bei Haus- und Putzarbeiten, trocknen die Nägel ebenfalls aus und werden brüchig.  

Nagellack und Nagellackentferner

Acetonhaltiger Nagellackentferner ist sehr aggressiv – er greift die Nagelstruktur an und lässt Nägel spröde und brüchig werden. Finger- und Fußnägel können auch durch minderwertigen Nagellack splittern.

Falsche Maniküre und Pediküre

Eine zu grobe Maniküre bzw. Pediküre kann die Nagelstruktur verletzen. Werden brüchige Nägel mit einem Nagelknipser oder einer Nagelschere gekürzt, kann es passieren, dass sich durch das Zusammendrücken des Nagels feine Risse in diesem bilden.

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Achte genau darauf welchen Nagellackentferner du nimmst

Künstliche Fingernägel

Kunstnägel beschädigen die Hornschicht der Nägel und lassen sie weich und brüchig werden. Außerdem können sich zwischen Kunst- und Naturnagel Hohlräume bilden, wo sich Bakterien und Pilze vermehren können.

Nährstoffmangel

Mangelt es dem Körper an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren oder Spurenelementen, können Finger- und Fußnägel ebenfalls splittern – zum Beispiel durch einen Mangel an Eisen, Zink oder Kalzium.

Schilddrüsenerkrankungen

Durch eine Unterfunktion der Schilddrüse oder der Nebenschilddrüse kann es ebenfalls zu brüchigen und splitternden Nägeln kommen.

Hauterkrankungen

Bestimmte Erkrankungen der Haut wie Schuppenflechte, Ekzeme, Knötchenflechte oder Nagelpilz können ebenfalls der Grund für brüchige Nägel sein.

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Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zu brüchigen Nägel führen

Brüchige Nägel – das kannst du dagegen machen

Weniger Wasser und Seife benutzen

Vermeide es, deine Hände zu oft zu waschen und gehe auch mit Desinfektionsmittel sparsam um. Verwende eine milde Seife und lauwarmes oder besser kühles Wasser zum Händewaschen. Das ist schonender für Haut und Nägel.

Beim Putzen Gummihandschuhe tragen

Trage beim Putzen und Reinigen, beispielsweise beim Geschirrspülen oder beim Wischen immer Gummihandschuhe. Achte darauf, dass sie wasserdicht und am besten atmungsaktiv sind. So schützt du deine Fingernägel vor aggressiven Reinigungsmitteln und Wasser.

Schonende Maniküre und Pediküre

Trage splitternde Nägel am besten möglichst kurz. So vermeidest du, dass sie weiter einreißen.

Verwende zum Kürzen deiner Nägel statt einer Nagelschere oder eines Nagelknipsers eine Nagelfeile. Besonders schonend für die Nägel ist eine Sandblattfeile oder eine Glasfeile. Feile deine Nägel immer in eine Richtung – vom Rand zur Mitte hin.  

Fußnägel solltest du an den Ecken nicht zu stark abrunden, damit sich kein eingewachsener Zehennagel bildet.

Acetonfreien Nagellackentferner verwenden

Verwende zum Entfernen von Nagellack unbedingt acetonfreien Nagellack – dieser ist weniger aggressiv. Noch besser ist es, Nagellackentferner sehr selten zu benutzen.

Wasche deine Hände und Nägel gründlich mit einer milden Seife ab, nachdem du Nagellackentferner benutzt hast.

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Pflege deine Nägel

Öfter mal eine Nagellackpause einlegen

Gönne deinen Nägeln öfter mal eine Nagellackpause. Vor allem, wenn deine Nägel sehr brüchig sind und absplittern, ist es nicht gut, sie ständig zu lackieren, da sie dadurch noch mehr austrocknen.

Lackierst du deine Nägel seltener, musst du dementsprechend auch weniger Nagellackentferner benutzen, was deinen Finger- und Fußnägeln nur zugutekommt.

Probiere es einfach mal aus und verzichte ein paar Wochen lang auf Nagellack und beobachte, wie sich deine Nägel entwickeln. Wenn sich deine Nägel in dieser Zeit erholen, vertragen sie anscheinend Nagellack nicht so gut – versuche sie in Zukunft seltener zu lackieren und du wirst mit festen und gesunden Nägeln belohnt.   

Auf künstliche Nägel verzichten

Wenn du unter brüchigen Nägeln leidest, solltest du nicht versuchen, sie unter künstlichen Nägeln zu verstecken. Diese schädigen deinen Naturnagel nur noch mehr und nach der Entfernung sehen die Nägel meist noch schlimmer aus als vorher.

Wohltuendes Ölbad für Finger- und Fußnägel

Verwöhne deine Nägel mit einem wohltuenden Ölbad. Das verleiht ihnen Feuchtigkeit und Elastizität.

Du kannst dafür Oliven-, Sonnenblumen- oder auch Mandelöl verwenden. Erhitze dieses, bis es lauwarm ist und tauche deine Hände für mehrere Minuten hinein – je länger, desto besser! Massiere das Öl gründlich in die Nägel und die Nagelhaut ein und lasse es gut einwirken.

Wichtig dabei: Deine Nägel sollten unlackiert sein.

Rückfettende Hand- und Nagelcreme benutzen

Leidest du unter trockenen Händen und Nägeln, solltest du täglich eine rückfettende Hand- und Nagelcreme verwenden – am besten vor dem Schlafengehen.

Gerne kannst du vor dem Schlafengehen auch eine dicke Schicht Creme auftragen und diese über Nacht in Baumwollhandschuhen einwirken lassen.

Auf ausgewogene Ernährung achten

Für gesunde und kräftige Nägel ist nicht nur die Pflege von außen wichtig, sondern vor allem auch von innen. Achte auf eine ausgewogene und eiweißreiche Ernährung.

Besonders wichtig sind hierbei die Vitamine A, B und C sowie Biotin. Außerdem benötigen brüchige Nägel Folsäure, Zink, Kalzium und Magnesium. Mit Milchprodukten, Eiern, Fisch, grünen Bohnen, Karotten sowie Süßkartoffeln und Tomaten gibst du deinen Nägeln, die Nährstoffe, die sie brauchen.

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Achte auf eine ausgewogene Ernährung

Brüchige Nägel: Wann du besser zum Arzt solltest

Bricht nur hin und wieder ein Nagel ab, musst du dir noch lange keine Sorgen machen. Werden brüchige Nägel jedoch zu einem Dauerzustand und helfen auch keine Maßnahmen, wie zum Beispiel längere Nagellackpausen, solltest du das lieber vom Arzt abchecken lassen.

Auch wenn du weitere Symptome bemerkst, wie ständige Erschöpfung, Müdigkeit, Blässe oder Haarausfall, solltest du unbedingt zum Arzt und abklären, ob nicht eventuell eine bestimmte Erkrankung oder ein Nährstoffmangel dahintersteckt.  

Sind die Nägel nicht nur brüchig, sondern verfärben sie sich, werden dicker oder lösen sich vom Nagelbett, gehe ebenfalls unbedingt zum Arzt. Hierbei könnte es sich um Nagelpilz handeln.

Fazit

Wie du siehst, kann es für brüchige Nägel viele verschiedene Ursachen geben. Sollte kein gesundheitliches Problem oder zum Beispiel ein Nährstoffmangel dahinterstecken, helfen dir unsere Tipps gegen brüchige Fingernägel und Fußnägel, sie wieder schöner und fester zu machen.

Hilft jedoch keine der Maßnahmen und besteht das Problem über einen längeren Zeitraum, dann nichts wie ab damit zum Arzt!

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Autorin

Irina Kapatschinski Foto

Irina Kapatschinski

Irina Kapatschinski arbeitet seit 2011 als freie Texterin für Mode und Beauty. Im Auftrag für ihre Kunden schreibt sie Texte für verschiedene Online-Magazine, Blogs und Online-Shops. Sie ist eine echte Lebensgenießerin und Optimistin und versucht stets, auf die schönen Dinge im Leben zu schauen. Neben dem Schreiben und Bloggen zählen Tanzen und Zumba-Fitness zu Irinas großen Leidenschaften.

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